Versorgungsziele 2005 – 2010


Seit 2005 haben die Vorstände von DDG und BVDD als Vertretungen der deutschen Dermatologen die folgenden Versorgungsziele formuliert:

2010 – Nationale Versorgungsziele

Im Zuge der Nationalen Konferenzen zur Versorgung der Psoriasis am 04.12.2009 und 23.04.2010 haben die Vorstände von DDG und BVDD als Vertretungen der deutschen Dermatologen Versorgungsziele für den Zeitraum 2010 bis 2015 formuliert, um die Versorgung der Psoriasis für Patienten messbar zu verbessern.

2009 – Forschung zur Versorgungsqualität

Auf der Basis von Versorgungsindikatoren zeigte sich, dass die Qualität der Versorgung der Patienten durch Dermatologen zwischen 2005 und 2009 deutlich besser geworden ist. Allerdings bleibt insbesondere bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis immer noch ein Anteil von 20 bis 30% ohne leitliniengerechte Versorgung. Auch zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede im Verordnungsverhalten.

2008 – Deutsches Psoriasis-Register

Mehr Patientensicherheit durch Register: Im Jahr 2008 wurde vom CVderm mit dem Deutschen Psoriasisregister „PsoBest“ ein um-fassendes Patientenregister zur Erfassung der Langzeitverläufe von System- und Biologikatherapie eingerichtet. Zielparameter sind sowohl die Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen wie auch die Sicherheit der Behandlungen (siehe www.psobest.de).

2007 – Regionale Vernetzung (PsoNet)

Mehr Versorgungsqualität durch Vernetzung: Seit 2007 sind mit Unterstützung von DDG und BVDD unter dem Namen „PsoNet“ laufend regionale Psoriasisnetze eingerichtet worden (siehe www.psonet.de). Deren Zielsetzung ist die Verbesserung der Versorgungsqualität auf Grundlage der S3-Leitlinie wie auch die Verbesserung der Kooperation zwischen den Arztgruppen.

2006 – Standards der Psoriasis-Therapie

Standards für die Therapie der Psoriasis vulgaris wurden 2006 in der AWMF-S3-Leitlinie festgehalten, die 2007 auch als Patientenfassung erschien. Die Leitlinie sieht bei leichter Psoriasis die topische Therapie, ggf. kombiniert mit UV-Licht, vor. Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis kommen primär die Systemtherapeutika und – second line – Biologika zum Einsatz.

2005 – Aktionsplan Versorgungsforschung

Zur Erfassung von Versorgungsstruktur, -bedarf und -qualität bei Psoriasis in Deutschland wurde von DDG, BVDD und CVderm ein Aktionsplan 2005 bis 2010 mit über 20 Projekten aufgelegt. Dabei wurden verschiedene Zugangswege zu Patienten genutzt, darunter Hautarztpraxen (Studie PsoHealth), Patientengruppen (PsoReal), Apotheken (PsoPharm) und das Internet (PsoWeb, PsoTop).